Was Sie in Passau erwartet

Passau ist eine kreisfreie Stadt in Bayern, am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz, an der deutsch-österreichischen Grenze mit etwa 50.500 Einwohner. Der Landkreis liegt im Regierungsbezirk Niederbayern und umfasst 1.530 km2 mit etwa 188.500 Einwohner.

Passauer Sehenswürdigkeiten

Veste Oberhaus Passau Niederbayern

Foto: Veste Oberhaus , fotografiert vom Ausflugsschiff auf der Donau.

Es findet sich ein katholischer Bischofssitz, eine Universität, zahlreiche Museen (u. a. Oberhausmuseum, Domschatz- und Diözesanmuseum), Metall verarbeitende, elektrotechnische Industrie, Verlags- und Druckereigewerbe, Orgelbau, Glockengießerei, Brauereien.

Passau ist auch ein wichtiger Ausgangspunkt der Personenschifffahrt auf der Donau.

Auf der Landzunge zwischen Donau und Inn liegt die Altstadt, rechts am Inn die Innstadt (mit der Wallfahrtskirche Mariahilf, 1627), an Donau und Ilz die ehemalige Fischer- und Schoppersiedlung (Schiffbauer) Ilzstadt. In der Altstadt befindet sich der Dom Sankt Stephan (spätgotischer Chor von 1407 folgende, Langhaus 1668–78) mit einer der größten Kirchenorgeln (17./18. Jahrhundert, 1924–28 erneuert), südlich die alte bischöfliche Residenz (14. Jahrhundert, 1662 und 1680 erneuert), östlich die Neue Residenz (1771 vollendet).

Weitere Bauwerke: Severinskirche (im 5. Jahrhundert gegründet, flach gedecktes Langhaus 9. Jahrhundert, Chor um 1476), Heiligengeistspital mit Kirche (1442, später verändert), Salvatorkirche (1479), Sankt Paul (1678), und andere Kirchen.

Das Rathaus (Kernbau 14. Jahrhundert, Binnenhöfe und Laubengänge 16./17. Jahrhundert). Links der Donau Schloss Freudenhain (Ende 18. Jahrhundert).

Über der Stadt thront schützend die ehemalige Veste Oberhaus (1219 begonnen, im 14./15. Jahrhundert und 16.–18. Jahrhundert ausgebaut). Die meiste Zeit diente die Burg als Residenz des fürstlichen Bischofs vom Hochstift Passau. Die weit sichtbare Inschrift 1499 auf der Fassade zeigt nur eines der Baujahre der bis 1800 immer wieder erweiterten Burg.

Auf der Landspitze zwischen Donau und Ilz findet sich noch die ehemalige Veste Niederhaus (Wiederaufbau um 1444).

Geschichte

Im 1. Jahrhundert v. Chr. keltische Siedlung (Boiodorum), im 1. Jahrhundert n. Chr. römisches Kastell (Boiotro); namengebend wurde das Mitte des 2. Jahrhunderts für die 9. Bataverkohorte errichtete Lager Batavis. Im 7. Jahrhundert bayerischer Herzogshof; im 8. Jahrhundert karolingischer Königshof, seit 739 Bischofssitz. Bistum und ehemaliges Hochstift, es eroflgte damals die Bestätigung des Bistums durch Bonifatius; seit 798 Suffraganbistum von Salzburg. 999–1803 bischöfliche (seit 1217 fürstbischöfliche) Herrschaft; 1255 bekam Passau das Stadtrecht zugesprochen. Seit 1612 Entwicklung zu einem Zentrum der Gegenreformation; unter Kaiser Joseph II. Abtrennung des österreichischen Teils des Bistums (sechs Siebtel seines Territoriums); seit 1728 exemtes Bistum; 1803 Säkularisation; 1817/21 Bildung der neuen Diözese Passau als Suffraganbistum von München-Freising.