Saarbrücken ist die Landeshauptstadt des Saarlandes.

Die heutige Universitätsstadt und einzige saarländische Großstadt entstand im Jahr 1909 aus dem Zusammenschluss der drei bis dahin selbständigen Städte Saarbrücken, St. Johann a. d. Saar und Malstatt-Burbach. Saarbrücken ist Zentrum eines Ballungsraumes, der sich über die saarländisch-lothringische Grenze hinaus erstreckt, und steht hinsichtlich seiner Bevölkerungszahl an 42. Stelle der größten Städte der Bundesrepublik Deutschland. Saarbrücken ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Saarlandes und Sitz des Regionalverbandes Saarbrücken, eines Kommunalverbandes besonderer Art.

Wir erkunden die Stadt Saarbrücken

ortstafel saarbruecken

Basisdaten
Bundesland: Saarland
Landkreis: Regionalverband Saarbrücken
Höhe: 230 m ü. NHN
Fläche: 167,07 km²
Einwohner: 180.047
Bevölkerungsdichte: 1078 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 66001–66133
Vorwahlen: 0681, 06893, 06897, 06898, 06805, 06806, 06881

Der Name der Stadt hat nichts mit dem modernen Wort Brücke zu tun, denn zur Zeit der ersten Erwähnungen des Ortes und der Burg gab es dort keine Saarbrücke: Die erste Brücke über die Saar wurde erst 500 Jahre später erbaut. Der älteste überlieferte Name Sarabriga ist keltischen Ursprungs. Dabei bedeutet Sara so viel wie fließendes Gewässer, während der Wortteil Briga als Felsen, großer Stein übersetzt wird. Gemeint ist damit wohl der große Felsen gegenüber der Alten Brücke, auf dem die erste Burganlage errichtet wurde. Insofern lautete der Name der ersten Siedlung an dieser Stelle sinngemäß „Flussfels“ oder „Stromfels“.

Geografie

Der niedrigste Punkt des Stadtgebietes liegt mit 178,5 m ü. NHN an der Schleuse Luisenthal. Der mit 401m ü. NHN höchste Punkt befindet sich am Steinkopf, nördlich des Flughafens Saarbrücken.

Saarbrücker Talweitung

Die 4 km breite und 10 km lange Talweitung der Saar im Mittleren Buntsandstein ist ein von bewaldeten Höhen umrahmtes, klimatisch begünstigtes, asymmetrisches Becken. Durch die Einmündung zahlreicher Seitentäler ist die Saarbrücker Talweitung mit den angrenzenden Räumen verbunden:

  • im Norden und Osten mit dem Saarkohlenwald und dem Saarbrücken-Kirkeler Wald
  • im Südosten mit den offenen Ackerebenen des Saar-Blies-Gaues und dem sich am gegenüberliegenden Ufer des Güdinger Saartales erhebenden, bewaldeten Steilabfall der Spicherer Höhen
  • im Süden die Saarbrücken-Forbacher Senke
  • im Südwesten die bewaldeten Höhen des Warndts

Die breite Sohle und die weiten Flachhänge des Tales ist fast ganz von der Siedlungs- und Industriefläche der Stadt Saarbrücken bedeckt. Die untere Talsohle (190 m) ist etwa 1 km breit und grenzt im Südwesten an einen 60 m hohen Steilanstieg, der durch kleine Trockentäler gegliedert ist (Reppersberg und Triller). Dieser Steilanstieg wird vom Winterberg (301 m), einer isolierten Kuppe mit einem Dach aus Kordeler Sandstein, überragt. Am Ostrand der Talsohle erheben sich die beiden ähnlich aufgebauten Kuppen des Halberges (270 m) und des Kaninchenberges (266 m) im Mündungsbereich des Scheidterbaches. Der im Norden langsam zum Saarkohlenwald ansteigende Gegenhang (200-240 m) zu den Spicherer Höhen ist durch enge Ausgänge der beiden Kohlentäler und kurze Kerbtäler in Buntsandsteinsporne und breite Geländerücken zergliedert. Die Geländerücken tragen zwei Niveaus ausgedehnter Flussterrassen. Der ehemals windungsreiche Lauf der Saar wurde durch Kanalisierung begradigt und im Gefolge von Straßenbaumaßnahmen mehrfach verlegt.

St. Johanner Wald und Scheidter Berg

Von Wäldern umgebene offene Platten bzw. waldbedeckte Rücken und Kuppen, die nach allen Seiten steil abfallen, und tiefeingeschnittene, steilwandige Täler werden nach Süden gegen den Saar-Blies-Gau abgegrenzt. Das Scheidterbachtal bildet die Verbindung zwischen dem Mittleren Saartal im Südwesten und der St. Ingbert-Kaiserslauterer Senke im Nordosten.

Schmalsohlige Täler sind mit bis zu 100 m hohen Wänden in den Buntsandstein eingekerbt. Im dicht besiedelten Scheidterbachtal verläuft der alte Verkehrsweg der napoleonischen Kaiserstraße. Abseits davon liegt das Grumbachtal. Die Platten werden von Flächen aus Kordeler Sandstein bedeckt. Das wald- und wiesenreiche Grumbachtal dient der Naherholung. Das Scheidterbachtal ist durch alte Siedlungskerne und ausgedehnte Industrieanlagen umgestaltet.

Saarkohlenwald

Das niederschlagreiche Gebiet ist ein stark gekammertes und reliefiertes bewaldetes Bergland, das überwiegend durch parallele Längstäler kräftig zerschnitten wird und von geschlossenen Siedlungen durchzogen ist. Im Nordosten geschieht dies durch das Quertal der Blies, im Nordwesten durch das Köllertal. Die Höhen erreichen ein durchschnittliches Niveau von 350 bis 400 m Höhe. Das sich in südwest-nordöstlicher Richtung ausdehnende Bergland ist 8 km lang und 20 km breit.

Kohlentäler

Im niederschlagreichen Kernraum des Saarkohlenwaldes, der von Höhen umrahmt und durch Paralleltäler stark reliefiert ist, wird die Waldbedeckung eng verzahnt mit dichter Besiedelung und Industrieanlagen.

Die beiden Kohlentäler des Sulzbaches und des Fischbaches (240–190 m) sind schmalsohlig in Schiefertone, Tonsteine und feinkörnige Sandsteine der Saarbrücker Schichten um 100–150 m eingetieft. Dabei legen sie die darin enthaltenen Kohlenflöze frei. Fischbachtal und Sulzbachtal werden durch einen langgestreckten Höhenrücken (307-360 m) aus Sandsteinkonglomeraten voneinander geschieden. Auf dem Höhenrücken bündelt sich der Straßenverkehr vom Saartal nach Nordosten (alter Rennweg, heute Grühlingstraße). Der Schienenverkehr führt durch die beiden Seitentäler der Saar. Die weitgeschwungenen Hänge des Sulzbachtales sind durch kurze Kerbtälchen untergliedert. Im Unterlauf des Sulzbaches schneidet er eine in das Kohlengebirge eingelagerte Buntsandsteinscholle an und bildet einen weiten Kessel, in dem der Ort Dudweiler liegt.

Klima

Das Klima der Saarbrücker Region ist weitgehend atlantisch geprägt. Maßgebend sind dafür die ständige Westdrift und die relative Nähe zur Meeresküste, die Oberflächenstruktur sowie die nach Nordosten ansteigenden Höhenstufen. Das tiefliegende Saartal und seine Ränder sind als wärmste Klimazone ausgewiesen. Die Jahresmittel-Temperatur beträgt mehr als 8 °C.

Das mittlere Saartal in seiner Südost-Nordwest-Richtung und besonders die Saarbrücker Talweitung liegen im Windschatten der Buntsandstein- und Muschelkalk-Schichtstufe, die den Talzug der Saar an ihrem linken Ufer begleitet. Die Tallage liegt zwischen 170 und 200 m ü. NN. Die Höhenstufen erreichen in den angrenzenden Hochlagen auf beiden Saarseiten 350 bis 400 m. Aus den langjährigen Messdatenreihen (1951-1970) der meteorologischen Beobachtungsstation St. Arnual (191 m ü. NN) lag für die Talzone der Jahresmittelwert der Lufttemperatur bei 9,6 °C. Im Winterhalbjahr waren es 4,3 °C, im Sommerhalbjahr 14,9 °C.

Die durch die Westdrift herangeführten atlantischen Regenwolken geben erst in der Staulage des Saarkohlenwaldes ihre Niederschläge ab, so dass das mittlere Saartal auffallend trocken ist. Der langjährige Niederschlagsmittelwert (1951–1970) der Station St. Arnual lag mit 790 mm deutlich unter dem Wert der Messstation Ensheim mit 840 mm, aber erheblich unter dem Wert von Göttelborn mit 1140 mm und Kleinblittersdorf mit 1047 mm Niederschlag. Der meiste Niederschlag fällt mit 80 mm im August.

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Saarbrücken
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 3,3 5,0 9,2 12,9 17,7 20,4 22,9 23,0 18,7 13,3 7,1 4,4 Ø 13,2
Min. Temperatur (°C) −1,4 −1,1 1,7 3,9 8,1 10,9 13,0 12,9 9,8 6,1 1,8 −0,2 Ø 5,5
Niederschlag (mm) 69,9 59,0 64,5 56,8 74,1 77,6 78,0 59,7 66,1 81,8 84,4 93,3 Σ 865,2
Sonnenstunden (h/d) 1,4 2,6 3,8 5,2 6,7 6,9 7,7 7,0 5,4 3,6 1,8 1,4 Ø 4,5
Regentage (d) 12,2 9,8 11,3 10,0 11,0 11,3 9,3 8,5 9,4 11,2 11,7 12,7 Σ 128,4
Luftfeuchtigkeit (%) 88 83 77 71 71 72 70 73 78 84 87 88 Ø 78,5
Quelle: DWD; wetterkontor.de

Neuere Stadtgeschichte

Am 21. März 1945 eroberten US-Truppen von zwei Seiten die sogenannte „Festung Saarbrücken“. In Saarbrücken wurden nur noch etwa 7.000 Einwohner gezählt (von ca. 130.000 vor dem Krieg). Am 29. Juli 1945 wurde die Stadt, wie das gesamte Saargebiet, unter französische Militärregierung gestellt.

In den ersten Monaten der Besatzung durch US-Truppen, als die geflüchtete Bevölkerung Saarbrückens allmählich zurückkehrte, wurden hauptsächlich Trümmer beseitigt und notdürftige Sicherungsarbeiten an reparaturfähigen Gebäuden durchgeführt. Erst nach der Einsetzung der französischen Militärregierung wurde in Zusammenarbeit mit der Verwaltungskommission mit der systematischen Enttrümmerung und dem Wiederaufbau von öffentlichen Gebäuden und der Saarbrücker Kirchen begonnen. Wegen des beträchtlichen Ausmaßes der Kriegszerstörungen berief die französische Militärregierung den Stadtplaner Georges-Henri Pingusson, der mit der „Equipe des Urbanistes de la Sarre“ einen bedeutenden Wiederaufbauplan für eine moderne autogerechte Stadtanlage mit breiten Straßendurchbrüchen und riesigen Wohnblocks vorlegte. Die Realisierung dieses Plans scheiterte jedoch, da man massive Enteignungsaktionen mit Entschädigungen der früheren Grundstücksbesitzer hätte durchführen müssen. Das gesamte, noch nahezu intakte unterirdische Infrastrukturnetz der Stadt hätte aufgegeben werden müssen. Darüber hinaus war der auf lange Fristen angelegte Pingusson-Plan umstritten, da man einen sofortigen Bedarf an Wohnungen, Schulen, Verwaltungsgebäuden und Kirchen hatte. So vollzog sich der Wiederaufbau der notwendigen Gebäude unter ständigen Kompromissen. Ein Konglomerat von wiederaufgebauten Häusern und vielgeschossigen modernen Hochhäusern entstand. Doch auch noch Ende der 1950er Jahre gab es im Stadtgebiet zahlreiche Notquartiere, kriegsbedingte Baulücken und Trümmergrundstücke.

Zwei Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, im Jahr 1947, wurde das Saarland ein autonomer Staat mit Saarbrücken als Hauptstadt. Die Universität des Saarlandes wurde im Jahr 1948 mit französischer Unterstützung gegründet. Sie ging aus dem zunächst der Nancy-Université angegliederten Institut d’Études Supérieures de Hombourg hervor. Am 8. März 1947 war in Homburg das erste Institut der saarländischen Hochschule als Zweigstelle der Universität Nancy eingeweiht worden. Bereits im Jahr 1950 war Saarbrücken mit der Saarmesse Messestadt geworden. Zu Beginn der 1950er Jahre bewarb sich die Stadt um den Sitz der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl.

Im Jahr 1955 kam es zur Abstimmung hinsichtlich des Saarstatutes, das von der Regierung von Ministerpräsident Johannes Hoffmann (CVP) stark propagiert worden war. In der am 23. Oktober 1955 durchgeführten saarländischen Volksabstimmung stimmten im damaligen Stadtgebiet Saarbrückens 30.858 Menschen für dieses Statut und 48.063 Menschen dagegen. (Der Landesdurchschnitt der Nein-Sager betrug 67,7 %; stimmberechtigt waren 663.970 Menschen, was ca. 66 % der Gesamtbevölkerung entsprach.)

Daraufhin trat die Regierung von Ministerpräsident Johannes Hoffmann zurück und Saarbrücken und das Saarland wurden im Jahr 1957 politisch und im Jahr 1959 („Tag X“) wirtschaftlich der Bundesrepublik Deutschland angeschlossen. Saarbrücken wurde damit Hauptstadt des zehnten Bundeslandes (West-Berlin zählte offiziell nicht als Bundesland) der Bundesrepublik Deutschland.

Nach 1960 wurde Saarbrücken mit dem Bau der Stadtautobahn, dem zahlreiche Gebäude der Stadt zum Opfer fielen, an das deutsche Autobahnnetz angeschlossen.

Mit der Gebiets- und Verwaltungsreform im Saarland 1974 wurde Saarbrücken mit elf umliegenden Städten und Gemeinden vergrößert; die Einwohnerzahl verdoppelte sich nahezu auf über 200.000 Menschen, das Stadtgebiet verdreifachte sich etwa. Gleichzeitig wurde die bislang kreisfreie Stadt mit dem Landkreis Saarbrücken zum Stadtverband Saarbrücken vereinigt. Damit entstand erstmals in Deutschland ein Kommunalverband besonderer Art, der einem Landkreis vergleichbar ist. Es wurden Partnerschaften mit Nantes, Tblissi und Cottbus geschlossen. Im Jahr 1999 feierte die Stadt Saarbrücken das 1000-jährige Jubiläum ihrer urkundlichen Ersterwähnung.

21. Jahrhundert

Zum 1. April 2004 trat der auch in zweiter Instanz wegen Untreue verurteilte Saarbrücker Oberbürgermeister Hajo Hoffmann zurück, nachdem er bereits im August 2002 von seinem Amt suspendiert worden war. Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen, da er für den Bau seines Privathauses Rechnungen für Bauleistungen und die Anlage des Gartens zunächst nicht selbst bezahlte, sondern diese von der städtischen Siedlungsgesellschaft bezahlt wurden.

Seit Oktober 2004 steht Charlotte Britz (SPD) als Oberbürgermeisterin an der Spitze der Verwaltung. In dieser Zeit wurden einige Vorhaben in der Stadt begonnen: die Stadt entwickelte in unmittelbarer Innenstadtlage auf ehemaligem Bahngelände ein neues Stadtquartier Eurobahnhof, in dem gewerbliche und kulturelle Einrichtungen bestimmend sein sollten und startete 2009 das in der Bevölkerung nicht unumstrittene Projekt Stadtmitte am Fluss. Ziel ist, die mitten durch die Stadt führende Stadtautobahn (A 620) in einen Tunnel zu verlegen.

Am 1. Januar 2008 wurde der Stadtverband in den Regionalverband Saarbrücken umgewandelt. Zum kommissarischen Regionalverbandsdirektor wurde Ulf Huppert ernannt. Im Juni 2009 wurde Peter Gillo (SPD) bei einer Urwahl im zweiten Wahlgang zum Regionalverbandsdirektor gewählt; er trat sein Amt im August 2009 an.

Verkehr

Straßenverkehr

In Saarbrücken beginnen folgende Bundesautobahnen: in Richtung Osten die A 6 (nach Waidhaus über Kaiserslautern, Mannheim, Heilbronn und Nürnberg), in Richtung Nordosten die A 623 (Zubringer zur A8 Richtung Pirmasens) von SB-Dudweiler zum Autobahndreieck Friedrichsthal und Richtung Norden die A 1 (nach Heiligenhafen über Trier, Köln, Dortmund, Münster, Osnabrück, Bremen, Hamburg und Lübeck). Über die A620 nach Saarlouis ist Saarbrücken zudem an die A 8 angebunden, die die Städte Saarlouis und Luxemburg miteinander verbindet.

Die A 620 (Saarbrücken-Saarlouis) fungiert zwischen den Anschlussstellen Saarbrücken-Güdingen (AS 21) und Saarbrücken-Klarenthal (AS 11) als Stadtautobahn für Saarbrücken; mit 11 Anschlussstellen im Saarbrücker Stadtgebiet kann jeder Saarbrücker Stadtteil problemlos erreicht werden. Auf diesem Teilstück, welches die Stadt entlang der Saar durchschneidet, kommt es neben einer starken Lärmbelastung regelmäßig zur Überflutung, was den weitgehenden Zusammenbruch des Individualverkehrs nach sich zieht (volkstümlich: „linker Nebenfluss der Saar mit 13 Buchstaben“ = Stadtautobahn). Da die Überflutungen regelmäßig auftreten, sind verschiedene Straßen als Hochwasserumfahrung eingerichtet; sie werden bei Sperrung der A 620 zu mehrspurigen Durchgangsstraßen mit Haltverbot umgewidmet, wobei die sich dort und im direkten Umfeld befindenden Bushaltestellen nicht bedient werden. Nach derzeitigem Planungsstand wird die Stadtautobahn auf ihrem Teilstück entlang der Saar auf etwa 1,5 km Länge in den nächsten Jahren in einen Tunnel unter der bestehenden Hochwasserumfahrung verlegt; dabei werden große Uferflächen frei, die der Stadtentwicklung Schub geben sollen.

Schienenverkehr

Von Saarbrücken Hauptbahnhof (auch: Eurobahnhof Saarbrücken) verkehren Fern- und Regionalzüge.

Fernverkehr

Seit Dezember 2007 ist Saarbrücken Hauptbahnhof mit der Eröffnung der Hochgeschwindigkeitsstrecke Frankfurt – Saarbrücken – Paris (LGV Est, planmäßig 320 km/h) vollwertige Station im europäischen Hochgeschwindigkeitsnetz. Neben den dort verkehrenden ICE-Zügen nach Frankfurt am Main und Paris verkehren auch ICE-Züge nach Dresden über Frankfurt. IC-Verbindungen bestehen nach Frankfurt und nach Stuttgart sowie Salzburg und Graz.

Regionalverkehr

Im Regionalverkehr dient Saarbrücken Hauptbahnhof als Drehkreuz. Im Minutentakt verkehren Regionalbahn- und Regional-Express-Züge ins umliegende Saarland sowie nach Frankreich und in das übrige Bundesgebiet. Regional-Express-Züge verkehren über Neunkirchen, Türkismühle, Mainz nach Frankfurt am Main, nach Koblenz über Saarlouis und Merzig, nach Trier über Saarlouis und Merzig, nach Metz über Forbach, nach Straßburg und nach Kaiserslautern. Hinzu kommen Regionalbahnen auf den Linien Zweibrücken – Pirmasens, Saarlouis – Merzig – Trier, Illingen – Lebach, Neunkirchen – St. Wendel und Neunkirchen – Homburg.

Öffentlicher Personennahverkehr

Den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) bestreiten die Buslinien der Saarbahn GmbH und eine Stadtbahnlinie, die Saarbahn. Die Fahrzeuge der Saarbahn haben die Spurbreite der Deutschen Bahn und fahren über eine Rampe auf deren Gleise bis ins französische Sarreguemines. Bereits von 1890 bis 1965 fuhr die Straßenbahn Saarbrücken durch die Stadt. Von 1948 bis 1964 wurde diese durch den Oberleitungsbus Saarbrücken ergänzt.

Außerdem führen einige Linien der Saar-Pfalz-Bus GmbH, der VVB, der NVG sowie privater Anbieter (z. B. Baron Reisen) aus der Innenstadt hinaus ins weitere Umland.

Flugverkehr

Saarbrücken verfügt mit dem Flughafen Saarbrücken im Stadtteil Ensheim über einen internationalen Verkehrsflughafen. Von der Innenstadt aus ist er mit der im Stundentakt (an Wochenenden und Feiertagen alle zwei Stunden) verkehrenden Regionalbuslinie R 10 der Saar-Pfalz-Bus, die nach Blieskastel fährt, zu erreichen.

Wie viele deutsche Flughäfen arbeitet der Flughafen Saarbrücken defizitär. Einen deutlichen Aufschwung beim Passagieraufkommen erwartet der Flughafen Saarbrücken als Folge der Schließung des Flughafens im nur 40 km entfernten Zweibrücken im November 2014.

Wasserstraße Saar

Der Unterlauf der Saar ist von Konz bis Saarbrücken für die Großschifffahrt ausgebaut. Ab Saarbrücken bis Saargemünd ist der Fluss für kleinere Schiffe (Penischen) befahrbar. Ab Saargemünd verbindet der Saarkanal (früher auch Saar-Kohlen-Kanal genannt) die Saar mit dem Rhein-Marne-Kanal.

Wirtschaft

Die Arbeitslosenquote lag im Oktober 2008 bei 10,1 % für den gesamten Regionalverband, die Verschuldung bei 540 Millionen Euro am 1. Oktober 2008.

Die Anzahl der Einpendler nach Saarbrücken beträgt etwa 65.000. Allein aus Frankreich pendeln täglich etwa 10.000 Arbeitnehmer ein.

In Saarbrücken befand sich bis Ende 2012 eines der vier bundesweit eigenen Callcenter von HanseNet und eines des Heine-Versands. Mit CosmosDirekt beherbergt Saarbrücken ein bedeutendes deutsches Versicherungsunternehmen und den größten Direktversicherer Deutschlands. Außerdem ist in Saarbrücken Juris, das juristische Informationssystem der Bundesrepublik Deutschland beheimatet. Die in Saarbrücken gegründete IDS Scheer AG, ein Software- und Beratungsunternehmen, das sein Geschäftsfeld im Bereich Business Process Management hat, ist heute ein Zweig der Software AG. Der Beratungsteil wurde zunächst als IDS Scheer Consulting GmbH ausgegliedert und schließlich im April 2014 an die Scheer Group GmbH verkauft. Die ZF Friedrichshafen AG an der „Goldenen Bremm“, einem ginsterreichen („goldenen“) Tal im Süden der Stadt, fertigt mit über 8.000 Beschäftigten Automatikgetriebe für nahezu alle europäischen Automobilhersteller. Im Stadtteil Bübingen beherbergt der Gartengerätehersteller MTD seine Europazentrale.

Die Halberg-Guss GmbH in Saarbrücken-Brebach fertigt Gussteile, vor allem Kurbelgehäuse und Kurbelwellen für den europäischen PKW- und Nutzfahrzeugmarkt. Saint-Gobain Gussrohr erzeugt Rohre und Kanalguss-Produkte aus Gusseisen. Die Kanalisation von Ankara (Türkei) stammt beispielsweise von hier. Beide Unternehmen sind aus der 1756 gegründeten Halbergerhütte hervorgegangen. Die Saarstahl AG erzeugt mit etwa 600 Mitarbeitern in ihrem Werk Saarbrücken-Burbach (Reste der ehemaligen Burbacher Hütte) Draht für den europäischen Markt.

Die Hager Electro fertigt und handelt Elektrosicherungskästen, Schaltschränke und Gebäudesystemtechnik. Sie wurde 1955 in Saarbrücken-Ensheim gegründet. Sitz der Muttergesellschaft, die Hager SE, ist Blieskastel. Schröder Fleischwaren ist eine große Fleischwarenfabrik im Industriegebiet Ost. Die Firma Leffer in Saarbrücken-Dudweiler ist im Apparatebau, Maschinenbau, Stahlbau und dem Gasbehälterbau tätig. Für Leffer wurde an der Saar in Höhe des Bürgerparks eine RoRo-Anlage zur Verladung übergroßer Bauteile auf Schiffe errichtet. „Saarbrücker Zeitung und Verlag“ ist eine Großdruckerei, die neben der täglich erscheinenden Saarbrücker Zeitung weitere Druckerzeugnisse liefert. Ebenfalls in Saarbrücken befindet sich die Deutschlandzentrale der Wings of Germany AG. Das Unternehmen ist Lizenznehmer der weltweit agierenden Fullservice-Systemgastronomiekette Hooters. Eines der wirtschaftlichsten und ökologisch bedeutsamsten Großkraftwerke, das Kraftwerk Römerbrücke, hat seinen Standort am Rande der Stadtmitte direkt an der Saar.

Kunst Kultur und Sehenswertes

Theater

  • Saarländisches Staatstheater Saarbrücken (Oper, Operette, Musical, Schauspiel, Ballett)

Das Gebäude des Staatstheaters wurde 1937/38 erbaut. Das nationalsozialistische Regime stiftete die Spielstätte als „Belohnung“ für das Abstimmungsergebnis 1935, mit dem sich das Saarland für die Angliederung an das Deutsche Reich entschied. (siehe Geschichte) Das Gebäude diente an der Grenze des Deutschen Reiches als Bollwerk gegen den „kapitalistischen Westen“. Der prachtvolle Haupteingang ist daher auch Richtung Paris ausgerichtet. In Anwesenheit von Hitler und Himmler eröffnete der Reichspropagandaminister Joseph Goebbels das Theater. Die faschistische Theaterideologie war in Saarbrücken jedoch nicht von langer Dauer. In den Kriegsjahren wurden große Teile des Gebäudes zerstört, jedoch blieb die Technik weitgehend erhalten und ist bis heute noch Bestandteil einer der technisch flexibelsten Staatstheaterbühnen Deutschlands. Trotz der zwiespältigen Vergangenheit ist das Theater am Ufer der Saar als markanter Teil des Stadtbildes akzeptiert. Das Ensemble genießt einen guten Ruf.

Auf Grund von Sparmaßnahmen der Landesregierung und im Kulturhaushalt der Stadt wird das Theater in den nächsten Jahren mit weniger Zuschüssen der öffentlichen Hand auskommen müssen. Das Theater versucht, die finanzielle Lage durch Erhebung eines sogenannten „Theatereuros“ zu verbessern.

  • Theater Überzwerg
  • Studio-Theater
  • Kleines Theater im Rathaus
  • Theater im Viertel
  • Sparte4

Orchester und Chöre

  • ehemaliges Städtisches Orchester, heute Staatsorchester Saarbrücken am Saarländischen Staatstheater.
  • Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern – Das Orchester ist 2007 aus einer Fusion des 1936 gegründeten und nach dem Zweiten Weltkrieg neu gegründeten Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken mit dem Rundfunk-Orchester Kaiserslautern des SWR hervorgegangen.
  • Evangelische Chorgemeinschaft an der Saar, gegründet 1946 (Heimatkirche: Ludwigskirche).
  • Kammerchor Saarbrücken.
  • Der Gemischte Saarbrücker Damenchor wurde im September 1992 gegründet und besteht (Stand Mai 2009) aus 50 Frauen, die von Arbeit, Liebe und Politik singen.
  • Der Gemischte Saarbrücker Herrenchor wurde im Juni 2001 gegründet und besteht aus ca. 30 Herren (Stand Mai 2009).
  • Chor total vocal – seit 1995 bestehender A Cappella Chor, der aus ca. vierzig Frauen und Männern besteht.
  • Das interkulturelle Chorensemble Stimmenvielfalt wurde im Juni 2008 gegründet. Er besteht aus ca. 20 Frauen und Männern (Stand Mai 2009), die Lieder in vielen Sprachen singen. Der Chor wird von Amei Scheib geleitet.
  • Der Heartchor wurde im Spätsommer 2008 als Projekt der Denkwerk-Stadt Saarbrücken e. V. in Kooperation mit der Modernen Schule für Musik Sulzbach gegründet. Er besteht aus 15 Frauen und sechs Männern (Stand Juli 2009), die die 60 zum Teil schon weit überschritten haben und Rock mit deutschen Texten singen. Bei öffentlichen Auftritten wird der Chor von einer dreiköpfigen Rockband begleitet. Die Chorleitung hat Mellika Meskine.
  • Dr. Schröders A-cappella-GmbH & Chor KG ging 1990 aus einem studentischen Chorprojekt hervor. Immer noch an der Uni beheimatet, singen in dem Repertoire-Chor inzwischen 20 bis 25 Frauen und Männer verschiedener Altersklassen.
  • Der Gospelchor Saarbrücken unter Leitung von Wilhelm Otto Deutsch widmet sich hauptsächlich afrikanischen Gospels. Das Repertoire umfasst aber auch amerikanische Gospels oder Musicals wie „Godspell“. Weitere Programme: „Missa Gaia“, „Sacred Concert“ von Duke Ellington oder „Hold to his hand“, ein Projekt mit der Bigband des Polizeimusikkorps des Saarlandes. Der Chor hat mehr als 100 Mitglieder und feiert im November 2011 sein 25-jähriges Jubiläum.

Museen

  • Abenteuermuseum (Saargalerie)
  • Arzneipflanzenmuseum
  • Heimatmuseum St. Arnual
  • Historisches Museum Saar
  • Kreisständehaus Saarbrücker Schlossplatz (Alte Sammlung)
  • Museum für Vor- und Frühgeschichte
  • Saarlandmuseum (Moderne Galerie mit Studiogalerie und Graphischem Kabinett, Alte Sammlung, Museum in der Schlosskirche)
  • Saarländisches Künstlerhaus (Alte Sammlung – bis März 2007, Landesgalerie)
  • Sepulkralmuseum
  • Stadtgalerie Saarbrücken

Bauten

Renaissance
  • Alte Brücke (erstmals erbaut 1546/47)
Barock
  • Schloss Saarbrücken, im Stil des Barock unter Friedrich Joachim Stengel erbaut, postmoderner Mittelrisalit von Gottfried Böhm
  • Adelspalais (besonders um die Ludwigskirche)
  • St. Johanner Markt mit St. Johanner Marktbrunnen
  • Altes Rathaus Saarbrücken, (Stadtteil Alt-Saarbrücken)
  • Kaninchenberg (Reste eines Lustschlosses)
  • Alter Saarkran (im Barockstil 1762 von Friedrich Joachim Stengel, 1991 Rekonstruktion nach alten Plänen[59])
Historismus
  • Rathaus St. Johann, (Stadtteil St. Johann; Architekt: Georg von Hauberrisser)
  • Schloss Halberg (Sitz des Saarländischen Rundfunks), erbaut von Edwin Oppler in den Jahren 1877–1880
  • Landtag des Saarlandes (erbaut durch Julius Carl Raschdorff in den Jahren 1865/1866 für die Kasinogesellschaft Saarbrücken)[60]
  • Bergwerksdirektion 1877–1880, (Architekt: Martin Gropius in Anlehnung an das Wiener Palais Ferstel), Fassade weitgehend original erhalten, wesentlicher Substanzverlust durch Umbau und Integration des ehemaligen benachbarten Einkaufszentrums SaarGalerie durch die ECE Projektmanagement
  • Diskontoecke (bis zum Zweiten Weltkrieg „Hansa-Ecke“), denkmalgeschütztes Eckhaus, Bahnhofstraße 37 / Ecke Dudweilerstraße, ohne kriegszerstörten Eckerker wiederaufgebaut
Moderne
  • Villa Obenauer (Architekt: Peter Behrens)
  • Kultusministerium 1952/54 („Schmales Handtuch“, ehemalige Französische Botschaft in Saarbrücken, Architekt: Georges-Henri Pingusson)
  • Achterbrücke (erbaut ca. 1932) eine über die Saar gebaute Stahlbrücke. Hauptzugverbindung über die Saar nach Frankreich Richtung Forbach und Zubringer mit Fußüberweg auf das Saarbrücker Messegelände.

Bedeutende Kirchen

Gotik
  • Deutschherrenkapelle (13. Jh.), älteste erhaltene Kirche der Stadt, heute im Besitz der Stadt Saarbrücken, die im ehemaligen Deutschordenskloster eine Jugendhilfeeinrichtung betreibt.
  • Stiftskirche St. Arnual (seit der Reformation von 1575 evangelisch), Grablege der Grafen von Nassau-Saarbrücken mit den Grabmälern der Grafen von Saarbrücken, darunter das Grabmal der bedeutenden Gräfin Elisabeth von Lothringen
  • Schlosskirche (ehemalige Saarbrücker Stadtkirche St. Nikolaus, seit der Reformation von 1575 evangelisch), nach Profanierung ist die spätgotische Kirche als Museum im Eigentum der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Farbverglasung von Georg Meistermann
Barock
  • Ludwigskirche (evangelisch), Wahrzeichen der Stadt, 1762–1775 erbaut von Friedrich Joachim Stengel
  • Basilika St. Johann, (katholisch), 1754 erbaut von Friedrich Joachim Stengel
  • Friedenskirche (alt-katholisch), 1743 als reformierte Kirche erbaut von Friedrich Joachim Stengel
  • St. Peter (Ensheim) (katholisch), Bau von 1755 bis 1756 mit mehreren Erweiterungen (1834–1835 und 1907–1909)
  • Evangelische Kirche Güdingen, barocke Saalkirche aus dem Jahr 1779 an der Stelle einer Kapelle aus dem 9. Jahrhundert, Turm aus dem 14. Jahrhundert
Klassizismus
  • Evangelische Kirche Bischmisheim (klassizistische Kirche auf achteckigem Grundriss, entworfen 1824 von Karl Friedrich Schinkel)
Historismus
  • St. Jakob (Saarbrücken), (katholisch), neogotisch, Patroziniumsübernahme von der mittelalterlichen Saarbrücker Burgkapelle, 1884-1887 durch Arnold Güldenpfennig errichtet, Erweiterung 1906–1907 nach Plänen des Architekten Moritz Gombert (Saarbrücken), Wiederaufbau nach Kriegszerstörung durch Rudolf Krüger und Emil Tiator
  • Johanneskirche (evangelisch), 1894 bis 1898 von Heinrich Güth im neugotischen Stil erbaut
  • St. Josef (Saarbrücken) (katholisch), neogotisch, erbaut von 1908 bis 1910 von Johann Adam Rüppel
  • St. Eligius (Saarbrücken-Burbach) (katholisch), neogotisch, errichtet 1868–1870 und 1871–1873 durch den Saarlouiser Baumeister Carl Friedrich Müller, Wiederaufbau nach Kriegszerstörung durch den Trierer Architekten Heinrich Schneider
  • Matthäuskirche (Saarbrücken-Burbach) (evangelisch), neogotisch, errichtet 1892–1898 durch Eduard Philipp Arnold, Wiederaufbau nach Kriegszerstörung durch Helmut Zieboldt
  • Stumm-Kirche (Brebach-Fechingen) (evangelisch, profaniert), neoromanisch, errichtet zwischen 1880 und 1882 nach einem Entwurf des Hannoveraner Architekten Ferdinand Schorbach, Bauherr war Carl Ferdinand von Stumm-Halberg
  • Immanuelkirche (Saarbrücken) (evangelisch), neoromanisch, 1902 nach Entwürfen des Saarbrücker Architekten August Rahfeld erbaut, Wiederaufbau nach Kriegszerstörung durch Albert Dietz aus Saarbrücken
  • Herz-Jesu-Kirche (Saarbrücken) (katholisch), neoromanisch, errichtet von 1912 bis 1914 durch Ludwig Becker und Anton Falkowski, Wiederaufbau nach Kriegszerstörung durch Fritz Thoma (Trier)
  • St. Marien (Dudweiler) (katholisch), neogotisch, erbaut 1864 bis 1866 nach Plänen des Saarlouiser Architekten Carl Friedrich Müller, Fenster von Jacques Le Chevallier, Kunstwerke von Ernst Alt
  • Kreuzkirche (Saarbrücken-Herrensohr), (evangelisch), neogotisch, in den Jahren 1908 bis 1909 durch Oskar Hossfeld (Berlin) errichtet, wegen Bergschäden mehrere Restaurierungsmaßnahmen u. a. von den Architekten Windecker und Gorges (Dudweiler)
  • St. Johannes Baptista (Altenkessel) (katholisch), neogotisch, errichtet von Wilhelm Hector in den Jahren 1902 bis 1903
Abstraktions-Historismus
  • St. Michael (katholisch), erbaut in den Jahren 1923/1924 von Hans Herkommer in St. Johann
  • St. Marien (katholisch) erbaut in den Jahren 1926–1927 in (Malstatt-Rußhütte) durch Ludwig Becker und Anton Falkowski
  • Christkönig-Kirche (kath.) erbaut in den Jahren 1927–1929 von Carl Colombo im Stil des neofrühchristlichen, neoromanischen und neobarocken Abstraktions-Historismus in St. Arnual
  • St. Antonius von Padua (Rastpfuhl) (katholisch), ehemalige Franziskaner-Klosterkirche von Moritz Gombert im Jahr 1929 errichtet
  • St. Laurentius (Eschringen) (katholisch), errichtet 1928–1930 durch den Saarbrücker Architekten Peter Weiß in abstrahierend neoromanischen und neobarocken Formen, Wiederaufbau nach Kriegszerstörung durch Albert Boßlet
  • St. Elisabeth (Altenkessel) (katholisch), in den Jahren 1928 bis 1929 errichtet von Ludwig Becker und Anton Falkowski in kristallin-neobarocken Formen
Moderne
  • Pfarrkirche Unsere Liebe Frau Maria Königin (katholisch), 1954–1959 erbaut nach Entwurf von Rudolf Schwarz, Fenster von Wilhelm Buschulte
  • St. Albert (katholisch), erbaut 1954 von Dominikus und Gottfried Böhm
  • St. Ursula (Scheidt), (katholisch), 1935 von Jakob Quirin erbaut, Wandgemälde von Frans Masereel
  • Notkirche Saarbrücken (evangelisch), in der Schweiz als Militärbaracke gebaut, 1946 Geschenk der amerikanisch-lutherischen Kirche, Restaurierung im Jahr 2008
  • St. Paulus (Saarbrücken) (katholisch), errichtet von 1959 bis 1961 nach den Plänen des Trierer Architekten Fritz Thoma als Ersatz für eine Notkirchen-Baracke der unmittelbaren Nachkriegszeit, Abriss des Glockenturmes im Jahr 2006, Fenster von Boris Kleint
  • St. Barbara (Dudweiler), (katholisch), 1954–1958 durch Heinrich Latz und Anton Laub errichtet, Kirchenfenster von Gabriel Loire
  • St. Mauritius in Alt-Saarbrücken (katholisch), erbaut von den Architekten Albert Dietz und Bernhard Grothe im Jahr 1956, Fenster von Boris Kleint (Werkstatt Gabriel Loire in Chartres), profaniert als Proberaum der Hochschule für Musik
  • St. Helena in Burbach (katholisch), errichtet zur Heilig-Rock-Wallfahrt 1959, 2009 profaniert, 2012 durch Brand zerstört
  • Christuskirche auf dem Rotenbühl (evangelisch), errichtet von 1955 bis 1959 nach Plänen von Rudolf Krüger, Altar von Albert Schilling, Glasfenster von Harry MacLean
Orthodoxe Kirche
  • Russische Orthodoxe Kirche in St. Michael, Kirche des Moskauer Patriarchats – Kirchengemeinde des Heiligen Großmärtyrers und Heilers Panteleimon in Saarbrücken in der Krypta der katholischen Kirche St. Michael

Weitere Sehenswürdigkeiten

  • Brennender Berg in Dudweiler
  • Deutsch-Französischer Garten (mit Parkeisenbahn)
  • Felsenwege in St. Arnual
  • Bürgerpark Saarbrücken
  • Hauptfriedhof Saarbrücken, 1914 als Ehrenfriedhof und 1916 auch als Zivilfriedhof eröffnet
  • Kasematten und unterirdische Fundamente der früheren Saarbrücker Burg unter dem Schlossplatz
  • Mithras-Heiligtum am Halberg
  • Saarbrücker Zoo
  • Spicherer Höhen, unmittelbar an der Stadtgrenze zu Frankreich
  • Lulustein in Alt-Saarbrücken
  • St. Johanner Markt

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Januar/Februar: Max-Ophüls-Preis, größtes Festival für den deutschsprachigen Nachwuchs-Film
  • Fastnachtssamstag: PreMaBüBa (große Faschingsparty in allen Sälen der Congresshalle)
  • Rosenmontag: Fastnachtzug in Burbach und Ensheim
  • März bis Oktober: jeden zweiten Samstag im Monat großer Flohmarkt in der Franz-Josef-Röder-Straße
  • April: PhotoMarathon in den Partnerstädten Saarbrücken, Nantes und Tbilissi
  • Mai: Perspectives
  • Mai/Juni: Mouvement – Musik im 21. Jahrhundert, Festival für zeitgenössische Musik des Saarländischen Rundfunks
  • Mai/Juni: Trofeo Karlsberg: Die Stadt ist Partner dieses jährlich am Wochenende nach Fronleichnam stattfindenden Junioren-Weltcup-Radrennens.
  • April/Mai: Maifest in Burbach
  • Juni/Juli: Kino im Fluss (Cinéfleuve), interregionales Filmfestival
  • Juni: Licht und Blumen im Deutsch-Französischen Garten (DFG)
  • Anfang Juni bis Ende August: Sonntags ans Schloss
    • 11.00 Uhr – Matinée: Live-Konzert der Richtungen Blues und Rhythm and Blues
    • 15.00 Uhr – Kultur für Kids: Kinderprogramm
    • 18.00 Uhr – Soirée: Live-Konzert der Richtungen A-Cappella, Pop, Rock & Funk
  • Juni/Juli: Altstadtfest in St. Johann
  • Juli bis Oktober Saarbrücker Sommermusik (Festival für Jazz, Kammermusik, Neue Musik an verschiedenen Orten der Stadt)
  • Juli/August: Christopher-Street-Day
  • Juli/August: Nauwieserfest in St. Johann
  • Juli/August: Sommer Szene / Internationale Straßentheatertage[70]
  • August: Saar-Spektakel
  • Ende August: Kulturmeilenfest zwischen Musikhochschule und Staatstheater
  • September: Deutsch-französischer Weinmarkt
  • September: Fest um die Ludwigskirche
  • September: Tage der Bildenden Kunst – Künstler laden zum Rundgang durch Ateliers, Galerien und Werkstätten
  • September/Oktober: Oktoberfest in Burbach
  • Oktober: Intermarionett (Marionettentheater-Festival)
  • November: 3. Donnerstag im November: Beaujolais Primeur Fest, St. Johanner Markt
  • November/Dezember: Afrikanische Filmtage
  • 1. Adventswochenende: Alt-Saarbrücker Weihnachtsmarkt um das Schloss
  • November/Dezember: Christkindl-Markt auf dem St. Johanner Markt
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