Oberbayern liegt im Südosten des Freistaats und grenzt im Süden und Osten an Österreich, im Nordosten an Niederbayern und die Oberpfalz, im Nordwesten an Mittelfranken und im Westen an Schwaben. Verwaltungssitz des Bezirks und gleichzeitig Regierungssitz des Regierungsbezirks ist München. Die Hauptstadt und das ganze oberbayrischen Hinterland, das bis in die Alpen führt, ist das bekannteste und beliebteste Gebiet für Touristen in ganz Bayern.

Vor allem auch München kann mit tollen Sehenswürdigkeiten aufwarten. Ein Städtetrip nach München ist ein super Erlebnis für Alt und Jung. Größte Städte in Oberbayern sind München (Bayrisch: Minga), Ingolstadt in Oberbayern, Rosenheim und Freising. Auch sehr schöne und erlebenswerte Städte sind zudem Bad Tölz, Bad Reichenhall, Garmisch-Partenkirchen und Berchtesgaden.

Oberbayern zählt seit jeher zu den bedeutendsten nationalen und internationalen Destinationen im Tourismus. Mit weltweit bekannten Sehenswürdigkeiten wie den Schlössern des König Ludwig II., den Attraktionen in der Landeshauptstadt München und den schier unendlichen Naturschönheiten ist Oberbayern eine sehr attraktive Urlaubsregion.

München – Oberbayerns Hauptstadt

Muenchen - Hauptstadt von Oberbayern

München ist mit etwa 1,5 Millionen Einwohnern die einwohnerstärkste und flächenmäßig größte Stadt Bayerns. Sie ist die größte Stadt Deutschlands, die kein Stadtstaat ist. Per Oktober 2014 betrug die offizielle amtliche Einwohnerzahl 1.489.332 Personen. Zudem ist München mit rund 4.800 Einwohnern je Quadratkilometer die am dichtesten bevölkerte Gemeinde Deutschlands sowie mit 519 m ü. NNdessen höchstgelegene Großstadt. Darüber hinaus ist München für die höchsten Preise für Mietwohnungen in Deutschland bekannt.

Als Landeshauptstadt ist München der Sitz des Bayerischen Landtages und der Bayerischen Staatsregierung. Ferner ist die Stadt München Sitz der Regierung von Oberbayern, des Bezirks Oberbayern, des Landkreises München und des Landratsamtes München. Daneben ist die Stadt Sitz nationaler und internationaler Staatsorgane, wie beispielsweise des Bundesfinanzhofs und des Europäischen Patentamts.

Sehenswert ist der seit 1789 gestaltete Englische Garten, der München vom Zentrum bis an die nördliche Stadtgrenze durchzieht, und mit 4,17 km² Fläche sogar den Central Park in New York übertrifft. Im Westen der Altstadt am Stachus befindet sich der Alte Botanische Garten, in dem bis zu seiner Zerstörung durch Feuer der Glaspalast stand. Der Schlosspark Nymphenburg entstand im Westen von Schloss Nymphenburg im französischen Stil. Im 19. Jahrhundert wurde er bis auf das „Grand Parterre“ in einen englischen Landschaftspark verwandelt. Nördlich schließt sich der Neue Botanische Garten an. Südöstlich von Nymphenburg liegt der ehemals kurfürstliche Hirschgarten. Gleich drei barocke Schlösser befinden sich an der nördlichen Stadtgrenze im Park von Schloss Schleißheim, neben Herrenhausen und Schwetzingen ist er der einzige erhaltene große Barockgarten in Deutschland.

Bedeutend ist auch der Olympiapark, der neben mehreren Seen auch einen hervorragenden Blick über die Stadt vom Olympiahügel bietet. Daneben existieren zahlreiche weitere Parks und Grünflächen, wie zum Beispiel der Luitpoldpark, der West- und der Ostpark. Die vielen Parks machen München im Sommer zu einer äußerst grünen Stadt und ermöglichen im Winter sogar auf eigens gespurten Loipen das Langlaufen. Grünanlagen besonderer Art sind der aufgelassene Alte Südliche Friedhof mit zahlreichen Prominentengräbern in der Nähe des Sendlinger Tors +, sowie der ebenfalls aufgelassene Alte Nördliche Friedhof in der Maxvorstadt.

Oktoberfest und Auer Dult

Mitte September beginnt das Oktoberfest auf der Theresienwiese (die Wiesn), die bis zum ersten Sonntag im Oktober andauert. Aufgrund des oft kühlen Wetters im Oktober beginnt das Oktoberfest seit 1872 bereits im Monat September. Eröffnet wird stets am Samstag nach dem 15. September, Ende des Festes ist traditionell der erste Sonntag im Oktober. Das größte Volksfest der Welt besuchen mittlerweile mehr als sechs Millionen Besucher. Speziell für das Oktoberfest brauen die Münchner Brauereien ein spezielles Bier, das eine Stammwürze von mindestens 13,5 % aufweisen muss und folglich mehr Alkohol als gewöhnliches Vollbier enthält (2013 zwischen 5,8 und 6,4 %). Die Gäste kommen immer zahlreicher aus dem Ausland, vorwiegend aus Italien, USA, Japan und Australien. In den letzten Jahren gab es einen Trend zur Tracht: immer mehr der Wiesnbesucher gingen mit Lederhosen (Herren) bzw. Dirndl (Damen und Fräulein) dorthin.

Auf dem Oktoberfest sind die Münchner Brauereien Spatenbräu, Augustiner, Paulaner, Hacker-Pschorr, Hofbräu und Löwenbräu mit Festzelten vertreten. Laut Betriebsvorschriften des Festes darf nur Münchner Bier der leistungsfähigen und bewährten Münchner Traditionsbrauereien, das dem Münchner Reinheitsgebot von 1487 und dem Deutschen Reinheitsgebot von 1906 entspricht, ausgeschenkt werden. Dem Besucher stehen 14 große und 15 kleinere Bierzelte zur Auswahl. Da die Zelte in den letzten Jahren manchmal wegen Überfüllung kurzfristig geschlossen werden mussten, hat die Stadt München auf ihrer Homepage ein Wiesnbarometer eingerichtet, das die jeweilige Auslastung der Zelte vorhersagt.

Die Auer Dult ist ein traditioneller Jahrmarkt in München. Sie findet dreimal jährlich auf dem Mariahilfplatz im Münchner Stadtviertel Au statt. Die erste Dult des Jahres, die sogenannte Maidult, wird um das erste Maiwochenende abgehalten. Die Jakobidult findet Ende Juli / Anfang August statt, und die Kirchweihdult liegt in der Woche nach Kirchweih. Etwa dreihundert Händler und Schausteller beteiligen sich an der Auer Dult, die inzwischen nicht nur Markt, sondern auch Volksfest ist. Im Gegensatz zum Oktoberfest und zum Münchner Frühlingsfest ist die Auer Dult sehr überschaubar und ruhig. Jährlich werden etwa 300.000 Besucher gezählt.

Mehr zu der bayrischen Landeshauptstadt finden Sie im Artikel zu München.

Ingolstadt ist Oberbayern

Ingolstadt in Oberbayern

Ingolstadt ist eine kreisfreie Großstadt an der Donau im Freistaat Bayern mit knapp über 130.000 Einwohnern. Ingolstadt wurde am 13. März 1472 Sitz der ersten bayerischen Universität, die sich später als Zentrum der Gegenreformation profilierte. Hier gründete sich 1776 auch der freidenkerische Illuminatenorden. In Ingolstadt wurde im Jahr 1516 das bayerische Reinheitsgebot für Bier erlassen. Die im Jahr 806 erstmals erwähnte Stadt besitzt eine weitgehend erhaltene historische Altstadt. Die Bevölkerung Ingolstadts ist im Vergleich mit den übrigen bayerischen Großstädten die Jüngste. So hat sie mit 18,1 % den höchsten Anteil an unter 18-jährigen und gleichzeitig mit 18,0 % nach München (17,4 %) und Fürth (17,9 %) den drittniedrigsten Anteil an über 65-jährigen.

Pfingstfest, Bürgerfest, Herbsfest und Septemberdult

Die Anfänge des „Pfingstfestes“ gehen auf die Verleihung eines ewigen freien dreiwöchigen Markts durch Kaiser Ludwig den Bayern zurück, der alljährlich 14 Tage nach Pfingsten stattfinden soll. Seine heutige Form hat das Pfingstfest seit 1946. Seit 1972 wurde es vom alten Volksfestplatz vor dem Taschenturm auf den neuen, etwa 40.000 Quadratmeter großen Volksfestplatz verlegt. Das Volksfest dauert zehn Tage und verfügt über zwei Bierzelte, einige Attraktionen für Jung und Alt und einen interessanten Warenmarkt.

Seit 1985 fand alljährlich am ersten Wochenende im Juli das große „Bürgerfest“ statt. Im Jahr 2006 beschloss der Stadtrat, dieses nur noch jedes zweite Jahr, im Wechsel mit dem erstmals 2006 anlässlich des 1200-jährigen Stadtjubiläums stattgefundenen „Historischen Fest“, abzuhalten. Seit 2008 heißt das „Historische Fest“ nun „Ingolstädter Herzogsfest“. Im September stehen zwei größere Feste auf dem Veranstaltungskalender. Diese sind die „Septemberdult“ auf dem Paradeplatz sowie das „Herbstfest“, das zweite Ingolstädter Volksfest.

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RosenheimRosenheim in Sueddeutschland

Die kreisfreie Stadt Rosenheim liegt im Regierungsbezirk Oberbayern im Alpenvorland, am Zusammenfluss von Mangfall und Inn. Sie ist umschlossen vom Landkreis Rosenheim und gleichzeitig dessen Verwaltungssitz. Mit über 60.000 Einwohnern ist Rosenheim nach München und Ingolstadt die drittgrößte Stadt in Oberbayern und eines von 23 bayerischen Oberzentren.

Starkbier-, Stadt- und Kirchweihfest

Wir finden hier das Rosenheimer Starkbierfest (Mitte März), das Rosenheimer Stadtfest (zwischen Juni und August; alle zwei Jahre) und das weit über die Grenzen hinaus bekannte Rosenheimer Herbstfest (Beginn: letzter Samstag im August, Dauer: 16 Tage) . Es ist das größte Volksfest in Südostbayern. Mit jährlich über einer Million Besuchern ist es nach dem Münchner Oktoberfest, dem Straubinger Gäubodenfest und der Bergkirchweihin Erlangen das viertgrößte Volksfest in Bayern.

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