In Niederbayern daheim, in der Welt zuhause.

Niederbayern, Regierungsbezirk in Bayern, 10 330 km2, 1,195 Mio. Einwohner; umfasst die kreisfreien Städte Landshut (Verwaltungssitz von Niederbayern), Passau und Straubing sowie die Landkreise Deggendorf, Dingolfing-Landau, Freyung-Grafenau, Kelheim, Landshut, Passau, Regen, Rottal-Inn, Straubing-Bogen. Landshut fungiert dabei als Bezirkshauptstadt, in der die Regierung von Niederbayern ihren Sitz hat. Die größten Städte sind Landshut, Passau, Straubing und Deggendorf.

Niederbayern liegt im Osten des Landes und grenzt im Norden an die Oberpfalz, im Nordosten an Tschechien (Südböhmen, Region Pilsen), im Südosten an Oberösterreich (Innviertel, Mühlviertel) und im Südwesten an Oberbayern. Der Begriff „Niederbayern“ erscheint zum ersten Mal im Jahre 1255 bei der bayerischen Landesteilung. Ursprünglich war Niederbayern wesentlich größer: Damals gehörten auch der Chiemgau und die Gegend von Bad Reichenhall dazu. Der Name Niederbayern ergibt sich aus der relativen Position zur Donau.

Landshut

Landshut-Niederbayern

 

Die Stadt an der Isar, in der etwas mehr als 66.000 Einwohner wohnen, wird wegen der im Stadtwappen zu sehenden drei Helme gelegentlich auch Dreihelmestadt genannt. Durch die Landshuter Hochzeit, bei der alle vier Jahre die Heirat Herzog Georgs des Reichen und Hedwigs nachgespielt wird, und sein gotisches Stadtensemble mit der Burg Trausnitz und der Martinskirche, deren Turm der höchste Backsteinturm der Welt ist, ist Landshut über die Grenzen Niederbayerns hinaus bekannt geworden. Landshut liegt etwa 70 km südlich von Regensburg und Straubing, 75 km südwestlich von Deggendorf, 120 km westlich von Passau, 60 km nordwestlich von Altötting sowie 100 km von Traunstein, 85 km nördlich von Rosenheim und 70 km nordöstlich der Landeshauptstadt München.

Frühjahrs- und Bartlmädult

Zu den beliebtesten jährlichen Veranstaltungen gehören zwei Volksfeste, zwei Wochen nach Ostern die Frühjahrsdult und die Bartlmädult im August. Sie gehören zu den eher beschaulichen Volksfesten in Bayern und werden von der Besucherzahl her gesehen niederbayernweit vom Gäubodenvolksfest (in Straubing), dem Gillamoos (in Abensberg) sowie vom Karpfhamer Fest (in Bad Griesbach) überboten.

Passau

Passau-niederbayern

Passau ist eine kreisfreie Universitätsstadt. Sie liegt an der Grenze zu Österreich, sowie am Zusammenfluss der Flüsse Donau, Inn und Ilz. Daher wird sie auch „Dreiflüssestadt“ genannt. Mit fast 50.000 Einwohnern ist Passau die zweitgrößte Stadt Niederbayern.

Die Altstadt liegt auf einer schmalen Halbinsel am Zusammenfluss von Inn und Donau. Der Dom „St. Stephan“ steht auf einem kleinen Hügel. Zu beiden Flussufern hin fallen die Gassen teilweise in steilen Treppen ab. Das Stadtbild hat dank italienischer Baumeister ein südländisch anmutendes Flair und ist geprägt durch Häuser im Stil der Inn- und Salzachbauweise. Deshalb wird Passau des Öfteren auch als das Venedig Bayerns bezeichnet. Jenseits der beiden Flussufer steigt die Landschaft in grünen Hügeln an. Überragt wird die Stadt im Norden von der Veste Oberhaus und im Süden von der Wallfahrtskirche Mariahilf.

Mai- und Herbstdult

An Volksfesten gibt es neben der Maidult und der Herbstdult im September, welche beide seit 2005 auf einem neu gestalteten Gelände in Kohlbruck stattfinden, das dreitägige Haferlfest in der Ilzstadt im Juli und das zweitägige alle zwei Jahre stattfindende Bürgerfest in der Altstadt im Juni. Im Ortsteil Hals findet auf einer Insel in der Ilz alljährlich das Inselfest statt.

Straubing

Straubing-Niederbayern

Kreisfreie Stadt und Verwaltungssitz des Landkreises Straubing-Bogen, Bayern, an der Donau, 44 500 Einwohner; Zentrum des fruchtbaren Dungaus (Gäuboden); Gäubodenmuseum, im Schloss Zweigstelle des Bayerischen Nationalmuseums; Eisstadion; Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe; elektrotechnisch-elektronische, Holz und Kunststoff verarbeitende (u. a. Herstellung von Skiern u. a. Sportartikeln) sowie Nahrungsmittelindustrie, Maschinen- und Fahrzeugbau; jährliche Messe (Ostbayernschau); Agnes-Bernauer-Festspiele; Binnenhafen.

Das alte Stadtbild wird beherrscht durch den gotischen Stadtturm (14. Jahrhundert), das Rathaus (1382, Fassade v. a. 19. Jahrhundert) und die Backsteinbauten der Sankt-Jakobs-Kirche (15.–16. Jahrhundert) und Karmelitenkirche (um 1370, 1464 Wölbung, 1700 folgende barockisiert), die romanische Peterskirche (begonnen um 1200), das Schloss (14. Jahrhundert, heute u. a. Finanzamt), die barocke Ursulinenkirche (Brüder Asam, 1736–40) und Patrizierhäuser (15.–18. Jahrhundert). 897 erstmals erwähnt; 1218 Stadtrecht; 1353–1425/29 Residenz des Herzogtums Straubing-Holland.

Gäubodenvolksfest

Bekannt ist Straubing auch für sein Volksfest.  Das Gäubodenvolksfest ist eines der größten Volksfeste in Bayern. Es finden sich mehr als 26.400 Sitzplätze in sieben Festzelten. Obwohl man im Gegensatz zum Münchner Oktoberfest zum Großteil auf einheimische Besucher trifft, besuchen alljährlich über eine Million Besucher die am Festplatz Am Hagen in Straubing stattfindende Veranstaltung. Parallel zum Gäubodenvolksfest läuft seit Mitte des 20. Jahrhunderts die Ostbayernschau, die mit jährlich 450.000 Besuchern zu den bedeutendsten und erfolgreichsten Verbraucherausstellungen Bayerns zählt. Der Name leitet sich vom Gäuboden ab, einem geografisch nur grob definierten Gebiet, in dessen Zentrum sich Straubing befindet. Das Gäubodenvolksfest beginnt immer am Freitag vor dem zweiten Samstag im August und dauert 11 Tage. Die Veranstalter werben für das Gäubodenvolksfest mit dem Titel „zweitgrößtes Volksfest Bayerns“. Nach dem Oktoberfest in München sind das Nürnberger Volksfest und das Straubinger Gäubodenvolksfest die größten Volksfeste in Bayern. Die Maß Bier kostete zuletzt im Jahr 2014 stolze 8,40 €.

Deggendorf

deggendorf-niederbayern

Deggendorf ist eine Große Kreisstadt im niederbayerischen Landkreis Deggendorf. Die Hochschulstadt wird aufgrund ihrer Lage im Donautal, in der Nähe der Mündung der Isar, am Fuße der Berge des bayerischen Waldes auch als „Tor zum Bayerischen Wald“ genannt. Neben dem großzügig angelegten Stadtplatz, der durch das Rathaus mit seinem historischen Festsaal zweigeteilt ist, sind die Grabkirche Peter und Paul, die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt (mit dem ehemaligen Barock-Hochaltar des Eichstätter Domes von Matthias Seybold) und die idyllisch gelegene Wallfahrtskirche zur Schmerzhaften Mutter Gottes in der Rose auf dem Geiersberg sehenswert. Wanderungen können in den nahen umliegenden Bergen gemacht werden. Fahrradfahren an der Donau bis zum Mountainbiken im Bayerischen Wald (z. B. Rusel) ist ebenso möglich, wie Wassersport auf Baggerseen und der Donau. Im Winter wird auf den umliegenden Bergen des nahen Bayerischen Waldes Skilanglauf und Abfahrt betrieben.

Deggendorfer Donaufest

Das erste Deggendorfer Donaufest 2015 startet am Mittwoch, 15. Juli, und wird bis zum Sonntag, 19. Juli, dauern. Mit dieser Entscheidung hat sich der Wirtschafts-, Tourismus- und Kultursenat am Dienstag endgültig für das Veranstaltungsdatum entschieden, das auch den Beteiligten aus Deggendorf am besten zusagt.

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