Die häufigsten deutschen Nachnamen sind nicht etwa Bauer oder Meier. Das Rennen machen hier die Müller und Schmidt*s und das mit einigem Abstand zu den nächsten Plätzen. Dass man auch schon im Mittelalter in deutschen Landen gut versorgt wurde, zeugt von den vielen Gastwirten: den Krugern oder Kruegern, die es sogar in die Top 50 der Namensliste geschafft haben. Aus dieser Zeit stammen die meisten der hier gelisteten Namen deutscher Familien mit Tradition.

Liste: Die 50 gängigsten Familiennamen mit Bedeutung

die meistbenutzten deutschen Familiennamen und Nachnamen
Cloudrun: laufende Nachnamen © 2016 Sueddeutsch.com
  1. Müller, Beruf: Betrieb einer Mühle
  2. Schmidt, Beruf: (Huf-) Schmied
  3. Schneider, Beruf: Schneider
  4. Fischer, Beruf: Fischer
  5. Weber, Beruf: Weber
  6. Meyer, Beruf: Verwalter
  7. Wagner, Beruf: Wagenmacher (Süddeutsch), Stellmacher (Norddeutsch), Radmacher
  8. Becker, Beruf: Bäcker  oder „an einem Bach (beck)“ wohnen
  9. Schulz, Beruf: Beamter, Gebühreneintreiber
  10. Hoffmann, Beruf: Hofpächter, Bauer
  11. Schäfer, Beruf: Schäfer
  12. Koch, Beruf: Koch
  13. Bauer, Beruf: Bauer
  14. Richter, Beruf: Richter
  15. Klein, Eigenschaft: „Der Kleine“
  16. Wolf, Vorname: Wolfgang, oder Eigenschaft „Er ist wie ein Wolf“
  17. Schröder, Beruf: Schneider
  18. Neumann, Eigenschaft: „Der Neue“, „Der Hinzugezogene“ bayrisch: „Zuagroaster“
  19. Schwarz, Eigenschaft: „Der Schwarzhaarige“
  20. Zimmermann, Beruf: Zimmermann
  21. Braun, Eigenschaft: „Der Braunhaarige“ oder vom Vornamen abgeleitet, z.B.Brunhild.
  22. Krüger, Beruf: Gastwirt
  23. Hofmann, Beruf: Hofpächter, Bauer
  24. Hartmann, Vorname: „Der Harte“, „Der Starke“, Sueddeutsch auch „Der am Wald (Hart) lebt“
  25. Lange, Eigenschaft: „Der Große“, in Süddeutschland meist „Lang“
  26. Schmitt, Beruf: Schmied
  27. Werner, Vorname „Der Wehrhafte“
  28. Schmitz, Beruf: Schmied
  29. Krause, Eigenschaft: „Der mit dem krausen Haar“
  30. Meier, Beruf: Verwalter
  31. Lehmann, Beruf: Lehnsmann, Gutsbesitzer
  32. Schmid, Beruf: Schmied
  33. Schulze, Beruf: Beamter, Geldeintreiber
  34. Maier, Beruf: Verwalter
  35. Köhler, Beruf: Köhler, stellt Holzkohle her
  36. Herrmann, Beruf: Krieger, Kämpfer
  37. König, Übername*: Schützenkönig, auch „dem König nahestehend“
  38. Walter, Vorname „Der Ver-Walter“
  39. Mayer, Beruf: Verwalter
  40. Huber, Beruf: Bauer
  41. Kaiser, Übername: „Stolz wie der Kaiser“
  42. Fuchs, Übername: „Schlau wie der Fuchs“, auch „Der Rothaarige“
  43. Peters, Vorname: Peter, auch „Der Fels in der Brandung“ (griechisch)
  44. Lang, Eigenschaft: „Der Grosse“, „Der Lange“
  45. Scholz, Beruf: Beamter, Geldeintreiber (Dorfschultze)
  46. Möller, Beruf: Müller
  47. Weiss, Eigenschaft: „Blondes oder Weisses Haar“, auch „Waise“
  48. Jung, Eigenschaft: „Sieht Jung aus“
  49. Hahn, Übername: Stolzer, streitlustiger Mensch
  50. Schubert, Beruf: Schuhmacher

Die meist verbreiteten deutschen Nachnamen stammen von dem vor vielen Jahrhunderten ausgeübten Beruf, einem Vornamen (Rufnamen), einer besonderen Eigenschaft der Person, oder auch der Herkunft ab. Dies hat sich übrigens auch im Ausland, etwa bei den Amerikanischen Familiennamen, gezeigt. Der deutsche Schmied oder Schmid ist dort der Smith, der Bäcker wird zum Baker und Muller braucht wohl eh keine Erklärung.

Bei den Bauern wurde zur Unterscheidung meist der Name des Hofes gewaehlt, ansonsten wäre dieser Berufsstand sicher auf den ersten Plätzen zu finden. Interessant ist die regionale Häufung eher seltener Namen im Süden und Norden: Jansen, Hansen und Petersen sind die häufigsten Namen im Norden. Huber ist in ganz Südbayern der häufigste Name, ausser in der bayrischen Landeshauptstadt.

* In inserer Aufstellung finden Sie den Ausdruck „Übername“. Das ist ein Beiname, der einer Person gegeben wird, um sie genauer zu beschreiben: ein Merkmal z.B. direkt, wie die Familie Krause, oder als Metapher wie Spatz für eine zierliche Person oder aber ein Ereignis wie Samstag für jemanden, der an einem Samstag geboren wurde.

Häufigste Nachnamen Deutschlands & Bedeutung