Franken, historische Landschaft in Bayern und Baden-Württemberg, umfasst weite Teile der Regierungsbezirke Ober-, Mittel- und Unterfranken in Bayern sowie den Regionalverband Franken in Baden-Württemberg. Franken hat im Wesentlichen Anteil am Schwäbisch-Fränkischen Schichtstufenland (u. a. mit Steigerwald und Fränkischer Alb) sowie an angrenzenden Landschaften wie Frankenwald und Spessart. Klimatisch begünstigt sind das westliche Steigerwaldvorland und das Schweinfurter Becken.

 

Der Anbau von Getreide und Zuckerrüben verdrängt zunehmend den von Kartoffeln und Hackfrüchten; in günstigen Lagen, v. a. an Main (Mainfranken) und Tauber (Tauberfranken), Weinbau. Überregionale wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung haben das Städtedreieck Nürnberg–Fürth–Erlangen sowie Würzburg und Schweinfurt.

 

Historie Frankens

Bis ins 6. Jahrhundert war Franken das Spannungsfeld zwischen Thüringern und Alemannen. Seitdem wurde es in mehreren Vorstößen dem Fränkischen Reich lose eingegliedert. Nach dem Sturz des fränkisch-thüringischen Herzogtums mit Sitz in Würzburg wurde Franken um 720 Königsland und von der fränkischen Staatskolonisation erfasst (nun Ostfranken genannt). Da nach dem Zusammenbruch des Karolingerreichs das Herzogtum Franken nicht erneuert werden konnte, wurde Franken im Mittelalter Reichsland; trotz der zunehmenden territorialen Zersplitterung galt die »Franconia« weiter als zusammengehöriger Raum, gefördert durch den seit 1340 erneuerten Landfriedensbund; im 16. Jahrhundert Bildung des Fränkischen Reichskreises. 1168–1803 besaßen die Bischöfe von Würzburg den Titel eines Herzogs von Franken; 1803/06 kam Franken überwiegend zu Bayern.

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