Die beliebtesten englischen Familiennamen und die Bedeutung einiger ausgewählten sind Inhalt dieses Artikels der nach tagelanger Studie verschiedener Quellen, vor allem im Internet, entstand. Um etwas weiter aus zu holen und den Übergang zu schaffen: Viele englischen Nachnamen sind – wie etwa auch im deutschen und anderen Sprachräumen – aus einer früheren Tätigkeit abgeleitet. Auch der bekannteste und meist verbreitete Name dieser Form, Smith, ist ein gutes Beispiel dafür. Auf Rang drei der häufigsten englischen Nachnamen findet sich Williams. Dies ist ein sogenannter patronymischer Name, das bedeutet, er stammt vom väterlichen Vornamen William ab. Ein bekannter matronymischer Nachname, also von der Mutter beeinflusst, ist etwa Marriott, eine Verniedlichungsform von Mary. Denken Sie daran wenn sie mal wieder in einem Hotel der Kette übernachten sollten und überraschen Sie das Personal mit ihrem Wissen!

Die meistbenutzten Nachnamen Englands @Sueddeutsch.com
Wordcloud beliebter englischer Nachnamen

Der bekannteste und beliebteste englische Familienname: Smith

Smith steht für einen Arbeiter, der Metall bearbeitet und stammt vom altenglischen Smid. Dies ist eine Abwandlung des englischen Ausdrucks „smitan“, was schlagen oder hämmern bedeutet. Schmied war eine der frühesten Berufe, für die Fachkenntnisse notwendig waren. Die Bedeutung des Handwerks im Mittelalter hat dafür gesorgt, dass dieser Begriff und seine Äquivalente der am weitesten verbreitete Nachname in Europa geworden ist. Mittelalterliche Schmiede waren damals sehr wichtig, nicht nur für die Herstellung von Hufeisen für Pferde und Haushaltsgegenstände. Das weitaus wichtigste Handeln zu dieser Zeit aber lag im Schmieden von Schwertern und anderen Waffen, sowie den aus Filmen und Festen bekannten ritterlichen Rüstungen. Smith ist der häufigste aller englischen und auch amerikanischen Familiennamen, durch Assimilation und Übersetzung wurde er zudem in vielen anderen Sprachen ebenfalls mit aufgenommen und ist heute weltweit zu finden.

Der zweitplatzierte: Jones – von Gottes Gnaden

Jones ist ein patronymischer Nachname und bedeutet „den Gott präferiert“. Jones ist ein sehr beliebter und auch weit verbreiteter Familienname unter den europäischen Christen. Ebenso wie der Name John zu Ehren vom Johannes, dem Täufer und viele andere Heilige den Namen John tragen. Jones ist der häufigste Familienname in Wales, der zweithäufigste Nachname in Australien und England, und der fünfthäufigste amerikanische Nachname. Johnson ist eine weitere Version dieses Namens und auch sehr beliebt.

Die Nachnamen aus fünf Berufen führen den Pfeil zum Hunter

Ein Bowyer baute die Bögen, für die davor schon der Stringer oder String die Saiten geflechtet hatte. Der Fletcher dann machte die für gerade Pfeile so wichtigen Schäfte, um die korrekte Flugeigenschaft zu gewährleisten. Ein Pfeil Schmied, Meister Bowsmith, hat dann noch die eisernen Pfeilspitzen geschmiedet. Dabei wurden viele verschiedene Arten von Pfeilen und Spitzen hergestellt, es gab dann schliesslich auch Bogenschützen, die Hunters oder Bowhunters. Die Abwandlung Hunt findet sich in den hundert meist vergebeben Familiennamen Englands.

Der Holzbearbeiter wird zum Carpenter

Als erstes einfaches Beispiel möchte ich hier den Tischler Hans anführen, der sich im englischen John Carpenter nennt. Die Söhne haben zu dieser Zeit häufig den Beruf des Vaters übernommen und so den Nachnamen weitergeführt. Den Carpenter finden wir im Französischen auch als Charpentier, seine Übersetzung ins deutsche lautet Zimmermann, es gibt ihn auch noch in anderen Sprachen.

Was bedeutet der Nachname Potter?

Der Nachname des berühmten Romanhelden Harry Potter aus der bekannten gleichnamigen Saga kommt ebenfalls aus dem Bereich der Berufe. Der Familienname Potter bedeutet wörtlich Töpfer oder Hafner. Der Potter stellte im Mittelalter Trinkbehälter und Gefäße zur Aufbewahrung aus Ton und anderen Materialien her. Der Vorname Harry ist der auch bei uns bekannte Harald.

Der Beruf ist ausgestorben, der Name blieb: Der Dyer

Der Dyer war ein Färber, er hat Stoffe gefärbt. Dieser Familienname tritt neben England auch in Schottland und Irland auf, dort in der Regel eine Kurzform von MacDyer, eine anglisierte Form des gälischen Mac Duibhir, angetroffen. Die so gefärbten Stoffe wurde dann vom Mercer, dem englischen Händler feiner Tücher, erworben und dann weiter an seine Kunden verkauft.

Die Carters – woher stammt dieser Familienname?

Carter war eine Berufsbezeichnung für einen Transporteur von Waren. Das alte französische Wort „caretier“ verschmolz mit dem englischen Wort „cart“ für Wagen oder Warenkorb, die entweder aus der altnordischen „kartr“ oder dem altenglischen „cræt“ abstammen. Diese beiden wiederum wurden wahrscheinlich ursprünglich aus dem Keltischen abgeleitet. In Nordirland ist es die reduzierte Form von McCarter. Bekannte Vertreter sind die Familie Carter in den USA, James Earl „Jimmy“ Carter Jr. war zwischen 1977 und 1981 der 39. Präsident der Vereinigten Staaten.

Der Wheeler mag es rund

Wheeler ist eine Berufbezeichung für einen Hersteller von Rädern. Diese Räder wurden für Fahrzeuge oder für die Verwendung in der Spinnerei und anderen Handwerken benutzt. Der Name ist besonders häufig auf der Isle of Wight zu finden. Auf dem Festland Englands findet sich der Nachname Wheeler vor allem im zentralen Süden.

Der Tierhäuter – der Skinner

Skinner stand als Name für jemanden, der das Fell von Tieren abgestreift hat, um es bei der Herstellung von Pelzbekleidung zu verwenden oder es wurde fürs Leder gerben verwendet. Der Name leitet sich vom mittelenglischen Wort „Haut verstecken“ ab, dem altnordischen „skinn“.

Das Gesetz war auch der Granger

Der Name Granger ist im Englischen und zudem im Französischen die Berufsbezeichnung für einen Gerichtsvollzieher vom Lande. Dieser war verantwortlich für den Einzug der Miete der Scheunen und Lagerhallen des Gutsherrn. Dieser Beamte hatte den anglo-normannischen Französisch Titel Grainger, Alt-Französisch Grangier, dies als eine Abwandlung von „granica“, was Speicher bedeutet.

Die mit dem Falken tanzen: die Hawks

Der Nachname Hawk war zu seiner Zeit entweder ein Hausierer, er verkaufte seine Waren entweder von Haus , oder zu Haus auch auf den damaligen lokalen Märkten. Der Name Hawk kann aber auch als ein Spitzname für eine Person gelten, die „wild wie ein Falke“ war. Ebenso könnte er ein Falkner gewesen sein, der im Auftrag des Gutsherren die Vögel betreute.

Heute schon gefrühstückt, Mister Whitebread?

Whitebread war zu seiner Zeit ein Nachname für einen Bäcker oder einem Weißbrotverkäufer. Früher wurde das Weißbrot als das beste Brot, weil aus Weizenmehl gemacht, betrachtet. Die armen Menschen in Mittelalter aßen fast nur grobes, dunkles Brot, das weiße feinere Brot war den reichen Ständen vorbehalten. Daher nannte man auch manchmal Leute, die nur weißes Brot zu sich namen, Whitebread.

Die Walker liefen gar nicht so viel

In England und Schottland finden sich auch heute noch viele Einwohner mit dem Nachnamen Walker. Im Mittelalter wurde Wolle durch Schlagen in einer Mischung aus Ton und Wasser gereinigt und eingedickt. Diese Tätigkeit hieß Walk und es hat zum Namen Walker geführt. Später dann wurde die Wolle von Holzhämmern in Wassermühlen bearbeitet, der Beruf entfiel.

Was macht ein Wright ohne Bonanza?

Der Wright wurde im Englischen, Schottischen und Nordirischen als Berufsname für einen Hersteller von Maschinen, vor allem aus Holz, verwendet. Der Nachname Wright stammt wohl von dem Altenglischen „wyrhta“, was Handwerker bedeutet. Der Name „Wright“ wird in verschiedenen Kombinationen verwendet. So etwa der aus der amerikanischen Fernsehserie „Bonanza“ bekannte Familienname der Cartwrights. Der Name Cartwright bezeichnet ursprünglich einen Hersteller von Karren und ähnlichen Fahrzeugen. Bonanza ist übrigens ein englisches Wort spanischen Ursprungs für „ergiebige Goldgrube“ oder auch „Glücksfall“.

Die Wächter des Mittelalters: Die Familien Yates

Der englische Familienname Yates oder auch Gates ist die Mehrzahl von Yate oder Gate, was der Name für einen Bewohner, der nahe der Tore von einer Mauer umgebenen Stadt wohnte. Es konnte aber auch der Berufsname für einen Pförtner sein.

Gestatten, Bond, James Bond

Bond war der Statusname für einen Bauern oder Landmann, abgeleitet vom altenglischen Bonda oder Bunda , verstärkt durch das altnordische Bondi. Der Status der Bauern schwankte beträchtlich während des Mittelalters. Unter den germanischen Völkern, die ein landwirtschaftlich geprägtes Leben führten, kam der Begriff einen Bauern gleich der Treue zu seinem Herrn, dem Gutsbesitzer. Nach der normannischen Eroberung Englands im Jahr 1066 sank der Name im Status und wurde mit dem Wertbegriff der Knechtschaft verbunden.

Liste der hundert häufigsten englischen Familiennamen

1. SMITH 51. MITCHELL
2. JONES 52. KELLY
3. WILLIAMS 53. COOK
4. TAYLOR 54. CARTER
5. BROWN 55. RICHARDSON
6. DAVIES 56. BAILEY
7. EVANS 57. COLLINS
8. WILSON 58. BELL
9. THOMAS 59. SHAW
10. JOHNSON 60. MURPHY
11. ROBERTS 61. MILLER
12. ROBINSON 62. COX
13. THOMPSON 63. RICHARDS
14. WRIGHT 64. KHAN
15. WALKER 65. MARSHALL
16. WHITE 66. ANDERSON
17. EDWARDS 67. SIMPSON
18. HUGHES 68. ELLIS
19. GREEN 69. ADAMS
20. HALL 70. SINGH
21. LEWIS 71. BEGUM
22. HARRIS 72. WILKINSON
23. CLARKE 73. FOSTER
24. PATEL 74. CHAPMAN
25. JACKSON 75. POWELL
26. WOOD 76. WEBB
27. TURNER 77. ROGERS
28. MARTIN 78. GRAY
29. COOPER 79. MASON
30. HILL 80. ALI
31. WARD 81. HUNT
32. MORRIS 82. HUSSAIN
33. MOORE 83. CAMPBELL
34. CLARK 84. MATTHEWS
35. LEE 85. OWEN
36. KING 86. PALMER
37. BAKER 87. HOLMES
38. HARRISON 88. MILLS
39. MORGAN 89. BARNES
40. ALLEN 90. KNIGHT
41. JAMES 91. LLOYD
42. SCOTT 92. BUTLER
43. PHILLIPS 93. RUSSELL
44. WATSON 94. BARKER
45. DAVIS 95. FISHER
46. PARKER 96. STEVENS
47. PRICE 97. JENKINS
48. BENNETT 98. MURRAY
49. YOUNG 99. DIXON
50. GRIFFITHS 100. HARVEY

Die meist verwendeten englischen Nachnamen